Blauwale (Jahrgang 1-3)

 

Blauwale

Lehrer: Frau Baudisch und Frau Herzig

Bezugsbetreuer aus dem Freizeitbereich: Roxana Costea

 

 

 

 

 

Benedikts Bericht: Der Bau der Mensa (September 2008)

 

Liebe Oma,

 

ich möchte Dir eine Geschichte erzählen, die sich an meiner Schule am Freitag und Samstag abspielte. Am Montag haben die Bauarbeiter angefangen, ein tiefes Loch zu graben, gleich neben unserem Schulausgang zum Hof.

Am Mittwoch kam ein riesiger roter Laster mit kleinen Steinen. Am nächsten Tag kam er wieder, aber mit etwas größeren Steinen.

 

Am nächsten Tag kam ein weißer Laster mit ganz großen Steinen, die er am Hof neben der Baustelle abgeladen hat. Also bekamen wir zwei Hügel, einer aus Steinen und einer aus Sand, der sogar den Fernsehturm zur Hälfte verdeckt hat.

 

Das heißt, er war so groß wie die Bäume.

Am Freitag kamen die Eltern. Viele Männer und Frauen. Sie wollten eine Steinmauer bauen aus dem Sand und Steinen, die der Laster hergebracht hat.

Genauer gesagt: zwei Steinmauern, eine große und eine kleine.

Ohne Beton oder ähnliches. Die Steine fielen nicht auseinander, weil sie sich in einem Drahtgerüst befanden.

 

Die Drahtgerüste haben auch die Eltern montiert.

Am Samstag kam ich, Papa, Mama und meine Schwester Karla auch dahin. Mama hatte Küchendienst.

Das heißt sie sah aus wie eine Köchin mit Schürze.

 

Karla war ein Küchenmädchen und half mit den anderen Kindern in der Küche: Backen, Gurken schälen, Geschrir abräumen und fegen.

 

Erstmal dürften keine Kinder den Erwachsenen helfen, wegen Gefahr am Bau und so, aber dann haben sie gemerkt, dass sie ohne uns nicht so schnell werden können.

 

Also habe ich und die anderen Kinder die Eimer mit den Steinen vollgeladen.

Dann haben sich die Eltern einen Trick ausgedacht.

Sie haben nämlich eine Bierbank zur Brücke gemacht zwischen der Mauer und dem Boden vom Schulhof. Es sah voll cool aus, wie ein Fließband, auf dem die Eimer voller Steine herunter gefahren sind.

 

Wir hatten kein Werkzeug außer: Schaufeln und eine "Festklopfmaschine". Vom Küchenfenster sahen alle wie ein riesiges Ameisenhaufen aus.

Sogar waren alle braun vom Staub wie die braunen Ameisen.

 

Irgendwann waren wir um 17 Uhr fertig geworden.

Der Sandhügel steht immer noch da. Er ist jetzt ein bisschen kleiner.

Der Steinhügel ist fast ganz weg.

Dafür in dem Loch, wo später der Mensaausgang sein soll, stehen zwei Steinmauern ganz fertig.

 

Als wir Nachhause kamen, waren wir dreckig und erschöpft.

Mein Papa sagte nur: "Man! Bin ich gerädert, mir tut jeder Muskel weh!".

Ich glaube die Ameisen sind weniger gerädert am Tagesende als die Erwachsenen.

 

Liebe Oma,

meine Mama hat es für mich aufgeschrieben, was ich Dir erzählen wollte. Wenn Du mal nach Berlin kommst, ist sicherlich unsere Mensa schon fertig.

 

Liebe Grüße

 

Dein Benedikt

 

 

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Bilder vom Bau der Mensa sind beim ElternLogin abrufbar.

 

 

(Unter "Springen zu: "Sanierung" LOS: Fotogalerie)