Pädagogische Leitlinien

Jedes Kind ist ein einmaliges Geschöpf Gottes. Ein dieser Auffassung folgender würdevoller Umgang spiegelt sich im pädagogischen, dem Kind ver- und zutrauenden Verständnis wider.
Lernen ist ein aktiver Prozess
Wissen wird durch Eigenaktivität erworben. Deshalb sollte Lernen an den lebensweltlichen Erfahrungen der Kinder ansetzen. Ganzheitliche Situationen sprechen Kinder in der Vielfalt ihrer Interessen an, bringen Lebenswirklichkeit ins Klassenzimmer.
Lernen braucht soziale Prozesse
Es ist wichtig, sich über Ziele und Lernprozesse zu verständigen.
Lernen braucht selbstgesteuerte Prozesse
Kinder, die ihr Handeln mitbestimmen, lernen zunehmend, sich selbstständig Ziele zu setzen, zu planen, zu organisieren, zu bewerten. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen.
In gemeinsamer Arbeit von Pädagogen, Eltern und Kindern entwickelte die ESBM 2008 ein LEITBILD mit sieben zentralen Begriffen.
Gemeinschaftlichkeit

Die Schulgemeinde versteht sich als Gemeinschaft aller, die sich in der Schule begegnen. Sie ist von Vertrauen und der Bereitschaft zur Auseinandersetzung geprägt. Sie anerkennt, nutzt und fördert die Fähigkeiten und Kompetenzen jedes Einzelnen als Bereicherung zur Gestaltung der Schule als demokratischen Lern - und Lebensraum. Die Eltern sind Kooperationspartner, die durch ihre aktive Mitarbeit schulische Prozesse mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Durch die Einbettung in das Gemeindeleben und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wird lebendige Kultur in die Schule eingebunden.
(Bild: Lena Schröder)
Lernen

Wir verstehen Lernen als individuellen Prozess, der sich im sozialen Kontext vollzieht. Als Gemein-schaftsschule gestalten wir einen ganztägigen Lern- und Lebensraum für die Schülerinnen und Schüler. Sie erleben eine lebendige, von christlichen Werten geprägte Schule. Das Lernen ist für sie persönlich bedeutsam, weil es an ihre Lebenswirklichkeit gebunden ist. Über erlebnis- und erfahrungsorientiertes Lernen mit allen Sinnen erweitern sich die Möglichkeiten unserer Kinder, sich Wissen zu erschließen und eigene Lernprozesse zu entwickeln. Die Erwachsenen wollen Vorbild darin sein und mit gleicher Freude, Offenheit und Ernsthaftigkeit nachhaltig an der eigenen Entwicklung arbeiten, wie sie es den Schülerinnen und Schülern vermitteln.
(Bild: Lili Weismann)
Kreativität

Wir schaffen eine alle Sinne ansprechende Umgebung, in der sich die Potenziale jedes einzelnen Kindes bestmöglich entfalten können. Hier wird Staunen erzeugt, Neugier geweckt, Forschergeist und Lernfreude genährt. Die Schule bietet Freiräume, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen entwickeln und verwirklichen können.
(Bild: Wynona Kudelko)
Freude

Freude am Lernen erhöht das alltägliche Wohlbefinden, stärkt die Lernbereitschaft und sichert die Nachhaltigkeit aller Lernprozesse. Im selbstständigen, individuellen Lernen erleben die Schülerinnen und Schüler die Freude am eigenen Tun und Erfolg ebenso wie an dem der anderen. Freude entwickelt sich durch einen vertrauensvollen und zugewandten Umgang miteinander, im Alltag wie an Festtagen.
(Bild: Maren Busch)
Verantwortung

Selbstbestimmtheit und Verantwortung prägen unser Menschenbild. Die Schülerinnen und Schüler gestalten das Schulleben aktiv mit und übernehmen Verantwortung für sich und die Gemeinschaft. Selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Lernen stärkt ihre Selbstsicherheit. Die Erwachsenen sind Vorbilder, die Verantwortung übernehmen und auch teilen.
(Bild: Luis Stegleder)
Achtung

In unserer Schulgemeinschaft wird die Einmaligkeit der Schülerinnen und Schüler geachtet und die Unterschiedlichkeit ihrer Herkunft und Entwicklung als gegenseitige Bereicherung erlebt. In altersgemischten Gruppen lernen Kinder Wertschätzung und Respekt sowie einen achtsamen Umgang gegenüber sich selbst, den anderen und ihrer Umgebung. Daraus erwächst eine natürliche Ehrfurcht vor der Schöpfung. (Bild: Emilia Prescher)
Qualität

Mit dem Ziel, ein ganzheitliches Konzept zu leben, setzen wir uns fortwährend neu mit unseren Zielen und Vorstellungen sowie dem Erleben des Schulalltages auseinander und überprüfen deren Stimmigkeit. Grundlage dafür ist eine entwickelte Fehlerkultur, die Fehler als Fenster zur Entwicklung versteht. Die Qualität des Miteinanderlernens und -lebens wird gesichert durch erfahrbare christliche Werte, durch die Umsetzung des reformpädagogischen Konzeptes und durch die fortwährende Auseinandersetzung mit pädagogischen Erkenntnissen der modernen Lernforschung.
(Bild: Lili Weismann)
